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Klausen Stadt 1
Dürer-Stadt Klausen
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klausen_mit_saeben
Das Städtchen Klausen, eingebettet zwischen Eisack und Säbener Felsen, ist in seiner Bausubstanz und Architektur noch weitgehend mittelalterlich geblieben. Man möchte meinen, hier herrsche Raumnot, denn die zahlreichen Bürgerhäuser sind ebenso ineinandergepfercht, so wie die Gassen eng sind. Häuser, Kirchen, und eben Straßen und Gassen sind dicht aneinandergereiht. Klausen wird 1027 erstmals urkundlich erwähnt, seit 1308 darf es sich Stadt nennen.
Man schrieb das Jahr 1494, als im Herbst der 23jährige Albrecht Dürer hier haltmachte und die etwas steilen Hänge über dem linken Eisackufer hinaufstieg. An einem aussichtsreichen geeigneten Ort mit Blick auf das Städtchen, auf die Burg Branzoll (heute in Privatbesitz), und das stolze Säben begann er zu zeichnen. Die Position ist der Tschianberg, der scharfe Blick des Deutschen prüfte kritisch Licht und Schatten und ordnete die Perspektiven. Er ließ sich von der Fruchtbarkeit der ihn umgebenden Landschaft, der künstlerischen Augenweide der Bauwerke berauschen. Das Ergebnis seiner Feder ging später verloren, aber eine Kupferstich-Verwertung als Hintergrund unter seiner allegorischen Gestalt "Das Große Glück" ist überliefert: Klausen nennt sich mit Recht Dürer-Städtchen. Wer die damalige Position Dürers aufsuchen will, begibt sich heute zum "Dürerstein".

Früher wie heute verdankt Klausen viel von seiner Bedeutung der Lage des Brennerweges bzw. der heutigen Staatsstraße. So geht auch der Name auf eine Zollstätte, auf eine Klause zurück. Ferner erlebte auch diese Stadt während der Blüte des Bergbaus im 14. und 15. Jahrhundert großen wirtschaftlichen Wohlstand und eine große kulturelle Schaffensperiode.
Eine besondere Aufmerksamkeit, neben dem Besuch der verschiedenen Kirchen, verdient der Loretoschatz, der heute im erst vor einigen Jahren eröffneten Stadtmuseum besichtigt werden kann. Früher war er wohl der wertvollste Teil der Loretokirche: kirchliche Gewänder, Gemälde, zahlreiche Kunstgegenstände, Geräte, ein Feldaltar, Reliefarbeiten, Monstranz und Kelch und nicht zuletzt chinesisches Porzellan der Ming-Dynastie.
Im Kapuzinergarten, wo sich auch der Eingang in das Stadtmuseum befindet, steht stolz und kriegsgebärdend das Denkmal des finsteren Kapuzinerpaters Joachim Haspinger, des bereits erwähnten Mitstreiters Andreas Hofers, der anno 1809 im Namen Gottes und des Vaterlandes zum bewaffneten Widerstand gegen Napoleon und die mit ihm verbündeten Bayern und Sachsen aufrief.

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an der Sonnenseite, am Eingang des Grödner- tales, Tor zu den Dolomiten!

 


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