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Im Süden des Alpenhauptkammes - zwischen Etsch und Piave, zwischen Pustertal und dem Bellunesischen - dominiert die faszinierende Felslandschaft der Dolomiten mit ihren mächtigen Türmen und Zacken. Die Szenerie ist von beeindruckender, ja unvergeßlicher Kraft und Schönheit: bleiche Felsburgen, die sich über schneebedeckten Almen erheben, Spiele von Wasser und Eis, urige, in Jahrzehnten verwitterte Berghütten, eine Explosion von Licht und Farben, die sich mit dem Gang der Sonne verändern; vom flammenden Morgenrot bis zum zarten Violett und Azur des Nachmittags, das sich wiederum zur Abendstunde in feuriges Rot verwandelt. Das Gebirge hat seinen Namen vom in der Welt einmaligen Magnesitkalt erhalten, aus dem es aufgebaut ist: dem Dolomit, der wiederum nach seinem Entdecker, dem Marquis Déodat Gratet de Dolomieu benannt ist. Dieser bereiste im Jahre 1788 die Gegend, nahm Steinproben mit, ließ sie analysieren und machte die chemische Zusammensetzung bekannt (zweifacher Kohlenstoff mit Kalzium und Magnesium). |
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